Schnellere Diagnose von Tremor durch Tremipen der Firma Tremitas

Händezittern objektiv messen mit dem Tremipen

Das Klagenfurter Medizintechnikunternehmen Tremitas GmbH hat mit dem Tremipen® einen smarten Stift entwickelt, der das unkontrollierbare Zittern (Tremor) in den Händen, wie es u.a. häufig bei der Parkinson-Krankheit auftritt, objektiv messen kann. Tremor ist zwar nicht heilbar, jedoch gibt es wirksame Medikamente und Therapien. Die richtige, individuell angepasste Medikation für einen Tremor-Patienten zu finden kann sich als schwierig erweisen: um zu wissen, ob und wie ein Medikament den Tremor beeinflusst, müssen das Zittern und seine Stärke (Amplitude) sowie Schnelligkeit (Frequenz) objektiv überprüft werden.

Derzeitige Tremor-Bewertung

Bisher wurde die Überprüfung des Tremors bei Betroffenen durch geschulte Neurologen, während der Kontrolltermine, die etwa 1-2x jährlich stattfinden, ermittelt: der Arzt sieht sich die Hände seiner Patienten an und bewertet die Stärke des Zitterns. Objektive Messungen werden zwar auch durchgeführt, doch das benötigte Gerät, das EMG-Accelerometer, braucht bis zu einer Stunde für die Messung und Auswertung sowie geschultes Personal für die Bedienung. Durch die zeitintensive und doch komplizierte Handhabung des EMG-Accelerometers sowie die ausschließlich stationäre Verfügbarkeit, finden diese Messungen auch nicht regelmäßig statt.

Einfache Handhabung des Tremipen

Mit dem Tremipen® ist es das erste Mal möglich, Tremor auch außerhalb von Kliniken oder Arztpraxen objektiv zu messen: die Handhabung des Messgerätes ist so einfach wie die eines Fieberthermometers und kann auch ohne Hilfe eines medizinischen Experten durch den Patienten selbst durchgeführt werden. Patienten müssen das Gerät während der Messung für nur 30 Sekunden in der Hand halten und können die Ergebnisse danach sofort am Display ablesen. Durch die regelmäßigen Messungen, sowie das Notieren der Ergebnisse, kann eine Verlaufskurve des Tremors erstellt werden, die nicht nur Betroffenen zeigt, wie sich der Tremor verhält, sondern auch wertvolle Informationen für den behandelnden Arzt bereitstellt. Anhand dieser objektiven Werte kann dann auch die Medikation individueller angepasst und auf Veränderungen schneller reagiert werden. Auch den Arzt kann der Tremipen® in diagnostischen Prozessen unterstützen: Durch die Ermittlung der Tremorfrequenz können Rückschlüsse auf die zugrundeliegenden Ursachen des Zitterns gezogen werden, denn nicht jedes Zittern ist automatisch Parkinson. Tremor kann viele Ursachen haben und unterschiedliche Tremorerkrankungen bilden unterschiedliche Frequenzen aus.

Mehr Informationen zum Thema Tremor und zum Tremipen® findet man auch online unter https://tremitas.com/krankheitsbilder/was-ist-tremor/

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